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Karnevalsorden – Sinnbild närrischen Treibens

Es begann im organisierten Karneval in Köln. Dort wollten die Kölner sich gegen die preußische Obrigkeit auflehnen. Ursprünglich symbolisierte der Karnevalsorden eine Geringschätzung militärischen Prunks und Benehmens mit Spott auf die staatlichen und militärischen Orden, Schärpen und Brustbänder der Preußen.

Heute ist der Karnevalsorden als Prinzenorden, Sessionsorden, Sitzungsorden oder Verdienstorden ein fester Bestandteil närrischer Tradition. Er dient als Auszeichnung, als Belohnung, als Wertschätzung für das Engagement in der närrischen Zeit. So hat der Orden, der anfangs als Persiflage gedacht war, seine ursprüngliche Bedeutung ins Gegenteil verkehrt.

Der Prinzenorden 2013

Rot-Weiß sind die prächtigen Farben der 1. Großen Gocher Karnevalsgesellschaft 1956 e.V. und diese Farben prägen in diesem Jahr die Prinzengestellung und den Prinzenorden der Gesellschaft. 
 Getragen wird der Prinzenorden von einem stilisierten Hoheitszeichen der Bundeswehr. Das rot-weiße Kreuz deutet auf die berufliche Zugehörigkeit des Prinzen zu den Streitkräften. Die 8 an den Eckpunkten eingefassten Straß-Steine (Glassteine) symbolisieren die achte Prinzengestellung der 1. GGK Rot-Weiß. 
 Die Mitte des Ordens zeigt als Prägedruck eines der Wahrzeichen der Stadt Goch – das Gocher Steintor (Steenpoort). Das Steintor steht auch für die närrische Zunft des Prinzen als Mitglied im neckischen Steenpoort-Duo. Nicht zuletzt zeigt der Orden das Wappen der Stadt Goch und den Narrenreiter als Wappenschild der 1. GGK Rot-Weiß.

Der Prinzessinnenorden

Auch der Prinzessinnenorden wird durch das geschwungene „M“ für „Mareike“ und dem schwingenden und zugleich tanzenden Narrenreiter geschickt in Szene gesetzt. Der stets agile Narrenreiter steht für die tänzerische Leidenschaft der Prinzessin – sei es als ehemalige aktive Tänzerin oder als gegenwärtige Trainerin der Funkengarde. Die Straß-Steine verleihen dem Orden ein zusätzliches brillantes Aussehen.